Seit der letzten Woche heißt es bei uns nun mittags: Brei statt Milch! Lian hat letzte Woche seinen ersten Brei gelöffelt. Zum heutigen Mama Montag würde ich euch gerne etwas über unsere ersten Tage mit Brei berichten und euch erzählen, warum ich mich GEGEN Gläschen und FÜR das Selber Kochen entschieden habe. 


Vorab erst einmal... jede Mama, jeder Papa muss für sich selbst entscheiden, ob er seinem  Baby fertigzubereiteten Brei aus Gläschen zu Essen gibt oder lieber selbst mit frischen Produkten kocht. Ich persönlich koche für mein Leben gern und verzichte weitestgehend auf Fertigprodukte, d.h. keine Soßen oder Suppen aus Tüten oder Dosen, kein Fertigauflauf, den man nur noch in den Ofen schieben muss, selbst Tzaziki oder Kräuterquark bereite ich am liebsten selbst zu, anstatt sie fertig aus dem Kühlregal zu kaufen. So weiß ich immer ganz genau, was bei mir täglich auf dem Teller landet und vermeide so unzählige von Konservierungs- oder Zusatzstoffen. 

Wenn ich also für mich schon gerne koche und das am liebsten mit frischen Zutaten sowie  viel Obst und Gemüse, warum sollte ich es dann nicht auch für mein Baby tun? Dieser kleine Körper muss erst noch wachsen; er muss groß und stark werden; er muss Muskeln aufbauen können, um krabbeln und laufen zu lernen; er muss in den nächsten Wochen und Monaten noch so viele Entwicklungsschübe durchmachen müssen. Warum sollte ich diesem kleinen Körper nicht das in meinen Augen Beste zukommen lassen? Warum sollte ich meinem Baby Fertignahrung geben, anstatt frisch Zubereitete, wenn ich es für mich selbst auch fast gänzlich vermeide? Warum sollte ich mir für mein Baby nicht die 10 Minuten Zeit am Tag nehmen, die es kostet, einen Babybrei herzustellen? Ich weiß, dass Babynahrung heutzutage strengstens kontrolliert wird und wahrscheinlich keimfreier ist als mein im Topf zubereiteter Möhrenbrei, aber ich möchte, dass Lian sich so früh wie möglich an das selbstgekochte Essen von Mama und das gemeinsame Familienessen am Tisch gewöhnt. 

Bisher gestaltet sich das Brei Kochen auch als recht einfach, denn bisher kamen hier nur Möhren-, Kürbis- und Zucchinibrei auf den Tisch. Während ich für mich koche, gare ich das kleingeschnittene Gemüse und püriere es anschließend für Lian. Ich glaube aufwendiger wird es erst, wenn Kartoffeln oder Fleisch hinzukommen oder wir in ein paar Wochen neben dem Mittagsfläschen auch die Abendnahrung durch Brei ersetzen. 

Bis zu diesem Zeitpunkt erfreue ich mich aber weiterhin daran, wie sehr Lian sich jeden Tag Stück für Stück ein bisschen mehr ans Brei Essen gewöhnt. Wie sehr er mosert und brummt, wenn der nächste Löffel Babybrei nicht schnell genug in seinem Mund landet. Wie gierig er versucht, nach dem Löffel zu greifen, um noch schneller ein bisschen Brei zu schmecken. Wie süß er lacht jedes Mal, wenn ich ihm erzähle, wie stolz ich bin, dass er so schön isst. Ein weiterer kleiner Meilenstein von unserem Schleckermaul - der erste Babybrei! 

Wie handhabt ihr das? Kocht ihr selbst für euer Baby oder seid ihr eher die Fraktion „Gläschen“ und spart euch die Zeit und Arbeit? Oder gibt es bei euch eine Mischung aus beidem?